Die DIN 18230 beschreibt ein Verfahren, mit dem sich die Brandbeanspruchung von Industriebauten rechnerisch beschreiben lässt. Statt pauschaler Annahmen tritt eine Größe in den Vordergrund, die das tatsächliche Brandgeschehen abbildet: die äquivalente Branddauer.
Worum es im Kern geht
Im Zentrum steht die Frage, wie lange ein realer Brand auf die Bauteile einwirkt, verglichen mit der genormten Einheits-Temperaturzeitkurve. Aus der vorhandenen Brandlast, der Ventilation und der Geometrie des Raums ergibt sich ein Wert in Minuten, der mit den Feuerwiderstandsklassen vergleichbar wird.
Zwei Wege zum Ergebnis
Die Norm kennt ein vereinfachtes und ein genaues Verfahren. Das vereinfachte arbeitet mit tabellierten Werten und eignet sich für überschaubare Fälle. Das genaue Verfahren bildet Teilflächen, Lüftung und Bauteile differenzierter ab und ist dort sinnvoll, wo es auf jede Reserve ankommt.
Warum die Brandlast so wichtig ist
Die Brandlast ist die Summe der Wärmemenge, die alle brennbaren Stoffe in einem Bereich freisetzen können, bezogen auf die Fläche. Sie bestimmt maßgeblich, wie lange und wie heiß ein Brand verläuft. Eine saubere Erfassung der Stoffe und ihrer Heizwerte ist deshalb die Grundlage jeder Berechnung nach DIN 18230.